Die Geschichte |
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Leider befinden sich keine alten Aufzeichnungen oder Protokollbücher mehr in den Händen des Vereins, daher lassen sich die Geschehnisse der ersten Jahre des Vereines nur anhand von mündlicher Überlieferung oder zumindest lückenhafter Berichte nachverfolgen. Sicher aber ist, daß sich im Jahre 1925 Josef Krome, Josef Richter und Anton Gemmeke zusammenfanden, um einen Spielmannszug zu gründen. Ihre Anregung hierzu fanden sie im damaligen Turnverein DJK. Ihnen schlossen sich sogleich die ersten Spielleute Liborius Claes, der zum ersten Tambourmajor ernannt wurde, sowie Johannes Edler, Josef Hannibal, Fritz Schäfer, Aloys Postert, Hubert Postert und Anton Wiechen.
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Schon am 1. Mai 1927 gaben sie nach eifrigem Üben ihren ersten öffentlichen Auftritt ab. Für Instrumente und Uniformen mußten die Spielleute damals noch selber aufkommen. Dennoch entwickelte sich der Verein weiter und erwarb sich im Verlauf der Jahre einen guten Ruf bei zahlreichen Auftritten auch außerhalb des Dorfes. Der 2. Weltkrieg führte allerdings zur Einstellung des Vereinslebens in den Jahren von 1939 bis 1947. Mit Theo Bräkling, Johannes Edler, Josef Hannibal, Franz Lücking, Alois Postert, Josef Postert und Christoph Postert setzte der Verein nach dieser langen Pause seine Arbeit fort. |
| Mit unermüdlichem Einsatz und aufopferungsvoller Arbeit unter Vorsitz und der Stabführung von Aloys Postert sen. gelang es wie schon in den Anfangsjahren den Grundstein für einen Neuaufbau und eine stetige Aufwärtsentwicklung zu legen. |
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Ein weiterer Schritt nach vorne wurde im Jahr 1954 mit der Anschaffung der ersten Fanfaren gemacht. Hermann Postert hatte beim Fanfarenzug Neheim-Hüsten genügend Kenntnisse auf diesem Gebiet erworben und gab diese nun an seine Kameraden weiter. Auch die ortsansässigen Schützenbruderschaften unterstützten den Verein und stifteten 1960 zwei Landknechtstrommeln. So erweiterte sich der Bekanntheitsgrad und man machte sich auch über den Kreis Höxter hinaus einen Namen.
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| Zum festen Bestandteil der jährlichen Auftritte stehen neben dem Schützenfest in Ottenhausen auch seit über 40 Jahren die Schützenfeste in Steinheim und Rolfzen. Aber auch beim Karneval in Steinheim und Freundschaftstreffen anderer Vereine sind die Spielleute aus Ottenhausen regelmäßig gern gesehene Gäste. |
| Nach zwei dritten Plätzen in der Fanfarenklasse bei den Kreiswettstreiten in Vörden und Fürstenau 1970 und 1971 stellte sich nach einigen Jahren Pause im Jahre 1984 der bisher größte Erfolg mit der Erringung des Kreis-meistertitels in der damaligen Klasse 3, Spielmannszug mit und ohne Nebeninstrumenten, ein. Nach zweijähriger Zugehörigkeit zur Klasse 2, mit Nebeninstrumenten konnte 1988 der Erfolg in der Klasse 3 wiederholt werden. |
| Aufgrund wachsenden Interesses an der Spielmannszugsmusik und der damit steigenden Mitgliederzahl wurden 1971 neue Uniformen in markantem Rot angeschafft, an dem der Spielmannzug bis heute zu gut erkennen ist. Erweitert wurden die Uniformen 1989 durch die Anschaffung der zugehörigen Westen. |
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| Die Leistungsfähigkeit wurde auch durch eine ständige Erneuerung der Instrumente gesteigert. So wurden 1972 die ersten Metallflöten angeschafft, im folgenden Jahr folgten neue Marschtrommeln. Erweitert wurde die Besetzung ebenfalls mit der Anschaffung von fünf Altflöten im Jahr 1986.
Seit 1991 ist der Spielmannszug außerdem im Besitz von Notenständern und dazugehörigen Mappen.
Nachdem in der Vergangenheit ständig die Fanfarenbestände aufgefrischt und erweitert worden waren, wurden 1981 erstmals Ventilfanfaren angeschafft, mit der Absicht, das Repertoire auf diesem Gebiet flexibel erweitern zu können.
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| Ein Glücksgriff gelang 1980 mit der Verpflichtung von Franz Engelmann als Trainer. Seinem Sachverstand und musikalischem Fachwissen sind sicher auch die Erfolge in den 80er Jahren bis hinein in die 90er Jahre zu verdanken. Mit ihm stieg das Niveau der einstudierten Musikstücke und damit auch die Anforderungen im Bezug auf Einsatz und Leistungswillen der Spielleute.
Mit Gerd Gelhaus werden die Übungsabende seit 1997 wieder von einem vereinseigenen Übungsleiter betreut. Sein musikalisches Fachwissen hierzu konnte er bisher auf mehreren Lehrgängen erweitern, die auch allen anderen Spielleuten offenstehen.
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| Die Übungsabende wurden jahrzehntelang in der damaligen Gastwirtschaft Petermeier abgehalten. Seit aber Anfang der 70er Jahre der Unterricht in der ehemaligen Schule eingestellt wurde, finden diese nun regelmäßig jeden Freitag dort statt. Nur im Jahre 1998 musste der Verein aufgrund des Umbaus heutigen Dorfgemeinschaftshauses seine Übungsabende in den dafür vom Heimatverein bereitgestellten Räumlichkeiten der Bauernburg ausweichen. |
| Die Übungsabende wurden jahrzehntelang in der damaligen Gastwirtschaft Petermeier abgehalten. Seit aber Anfang der 70er Jahre der Unterricht in der ehemaligen Schule eingestellt wurde, finden diese nun regelmäßig jeden Freitag dort statt. Nur im Jahre 1998 musste der Verein aufgrund des Umbaus heutigen Dorfgemeinschaftshauses seine Übungsabende in den dafür vom Heimatverein bereitgestellten Räumlichkeiten der Bauernburg ausweichen. |
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| Das Anliegen des Spielmannszuges wird es auch in Zukunft sein, Nachwuchskräfte auszubilden und in den Stamm des Vereines einzugliedern. Denn nur damit kann der Fortbestand unseres Vereins und der Spielmannsmusik gewahrt werden und das Ansehen des Spielmannszuges und auch der Ortschaft Ottenhausen gefestigt werden.
Um den Gemeinschaftssinn und das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb des Vereins zu stärken, werden regelmäßig Preisschießen, Gemütliche sowie die alljährliche Weihnachtsfeier organisiert. Desweiteren bilden die in unregelmäßigen Abständen durchgeführten Vereinsfahrten den wohlverdienten Lohn für die Mitarbeit im Verein. So begab man sich bisher auf die Reise nach Helgoland (1969), Unkel am Rhein (1970), Berlin (1979), Gescher im Münsterland (1985), Münchener Oktoberfest (1991) und Willingen (1997). Eine besondere Aufgabe stellten die Auftritte auf der "Grünen Woche" in Berlin 1994 und auch am Anfang diesen Jahres dar. Diese Auftritte wurden ebenfalls als Gelegenheit zu einem erweiterten Ausflug nach Berlin genutzt.
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| Der Spielmannszug engagiert sich aber auch auf anderen Gebieten zum Wohl der Ortschaft. So wurde zur Verschönerung des Ortsbildes beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" regelmäßig das Kirchumfeld gereinigt. Weiterhin beteiligte sich der Verein in den letzten Jahren mehrfach am Obstbaumschnitt in und um die Ort herum.
Der Spielmanns- und Fanfarenzug Ottenhausen zählt derzeit 47 Mitglieder. Unter den 38 Aktiven befinden sich 11 Jugendliche, die sich noch in der Ausbildung befinden.
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